Über-mich-Seite für Coaches und Therapeuten: Was draufmuss

von Anne Jansson | 30. August 2026

Eine Über-mich-Seite braucht vier Bestandteile: wer du bist und was du machst, wofür du fachlich zuständig bist, woran man das überprüfen kann, und was die Leserin als Nächstes tun soll. Fehlt einer davon, kann weder ein Mensch noch ein Suchsystem einordnen, wofür du die richtige Ansprechpartnerin bist.

In der Arbeit mit Coaches, Therapeuten und Gesundheitsexperten sehe ich zwei Fassungen dieser Seite immer wieder. Die eine erzählt eine Geschichte über den eigenen Weg und sagt am Ende in einem Halbsatz, was die Frau anbietet. Die andere listet Ausbildungen untereinander und hört danach auf.

Beide entstehen aus demselben Satz: Ich weiß nicht, was ich über mich schreiben soll. Die eine Frau löst ihn mit Erzählen, die andere mit Aufzählen.

Bei beiden Fassungen bleibt offen, warum dein Angebot zum Anliegen eines Interessenten passt. Gerade bei Gesundheitsthemen brauchen Leser eine nachvollziehbare fachliche Einordnung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Über-mich-Seite einer Gesundheitsexpertin hat zwei Leser: den Menschen, der Vertrauen sucht, und das System, das eine Person mit einem Fachgebiet verknüpfen muss.
  • Vier Bestandteile gehören auf jede Über-mich-Seite: Person und Angebot, Fachgebiet, Belege, nächster Schritt. Die Absätze müssen nicht in dieser Reihenfolge stehen, aber Person und Fachgebiet gehören ins obere Drittel.
  • Eine reine Geschichte liefert keine überprüfbare Angabe. Eine reine Ausbildungsliste liefert keinen Grund, dich zu wählen. Beide Teile gehören zusammen.
  • Wer mehrere Ausbildungen hat, nennt vorn die, die zum aktuellen Angebot gehört. Die übrigen stehen weiter unten als Beleg der Breite.
  • Bei Gesundheitsthemen sind nachvollziehbare Qualifikationen, eine verständliche Arbeitsweise und belastbare Belege besonders wichtig. Prüfe gesundheitsbezogene Werbeaussagen sorgfältig.

Was gehört auf eine Über-mich-Seite?

Vier Bestandteile, in dieser Rangfolge. Sie gelten für Coaches, Therapeuten und Gesundheitsexperten gleichermaßen, unabhängig davon, ob du vor Ort oder online arbeitest. Rangfolge heißt: nach Wichtigkeit, nicht zwingend nach Absatzreihenfolge. Wie sich das auf einer fertigen Seite ausgeht, siehst du weiter unten am Beispiel.

Erstens: wer du bist und was du machst. Name, Rolle, Angebot, im oberen Drittel der Seite. Nicht nach der Kindheitsgeschichte, nicht erst im fünften Absatz. Wer die Seite öffnet, will in wenigen Sekunden wissen, ob sie hier richtig ist.

Zweitens: dein Fachgebiet. Also nicht „Coaching“ oder „ganzheitliche Begleitung“, sondern das benannte Thema, mit dem Menschen zu dir kommen. Schlafprobleme in den Wechseljahren. Ernährung bei Reizdarm. Wiedereinstieg nach Erschöpfung.

Das gehört auch in den Seitentitel, also in die Zeile, die im Browser-Tab und in den Suchergebnissen steht. „Über mich“ allein sagt weder einem Menschen noch einer Suchmaschine, worum es hier geht. „Über mich: Ernährungsberatung bei Reizdarm“ schon. Google empfiehlt in seinen Search Essentials ausdrücklich, die Begriffe, nach denen Menschen suchen, an prominenten Stellen wie Seitentitel und Hauptüberschrift zu platzieren.

Drittens: woran man das überprüfen kann. Ausbildungen, Berufserfahrung, Jahre in dem Feld, Zusammenarbeit mit Einrichtungen, Vorträge, Veröffentlichungen, Bewertungen. Alles, was jemand anders bestätigen könnte.

Viertens: der nächste Schritt. Eine Handlung, nicht drei. Termin, Erstgespräch, Anmeldung zu deinem kostenlosen Angebot.

Dazwischen kommt deine Geschichte. Sie ersetzt nichts, sie erklärt, warum du ausgerechnet dieses Thema bearbeitest. Sie darf durchaus den Einstieg bilden, wenn sie kurz bleibt und direkt in dein Fachgebiet führt. Dein Werdegang ist dabei das Bindeglied zwischen beidem: Er zeigt, wie aus deinem Weg dein Fachgebiet wurde.

Prüfe deinen Entwurf mit jemandem, der dein Angebot noch nicht kennt: Kann er nach dem ersten Absatz sagen, wer du bist, wobei du hilfst und was der nächste Schritt ist?

Beispiel: So greifen die 4 Bestandteile ineinander

So sieht es aus, wenn alle vier Bestandteile da sind. Die Person ist erfunden, das Fachgebiet ist es nicht.

Ein Hinweis vorweg: Die Beispielperson ist fiktiv und hat in diesem Beispiel eine Heilpraktiker-Erlaubnis. Passe das Beispiel an deine tatsächliche Ausbildung, Arbeitsweise und beruflichen Befugnisse an.

Ernährungsberatung bei Reizdarm — Marie Hoffmann, Heilpraktikerin

Sechs Jahre, vier Ärzte, keine Diagnose. Am Ende hieß es, ich solle Stress abbauen. Heute arbeite ich als Heilpraktikerin in Freiburg mit Menschen, die genau da stehen: Beschwerden seit Jahren, Befunde unauffällig, Geduld aufgebraucht.

Was ich anders mache als die meisten Diätpläne: Wir streichen nicht, wir testen. Beschwerdetagebuch, dann eine Lebensmittelgruppe nach der anderen, sechs bis acht Wochen. Das ist langsamer als eine Verbotsliste, und du weißt danach, woran du bist, statt nur, was du nicht mehr isst.

Ich koche selbst gern und ausgiebig. Deshalb bekommst du von mir keinen Plan, der dein Essen auf Reis und Hühnchen zusammenstreicht. Wenn wir etwas weglassen, suchen wir einen Ersatz, den du auch magst.

Wenn du eine schnelle Lösung suchst, bin ich die Falsche.

Meine Qualifikationen

  • Heilpraktikerin, amtsärztliche Überprüfung 2018, Gesundheitsamt Freiburg
  • Ernährungsberaterin, DGE-zertifiziert 2019
  • Fortbildung Low-FODMAP-Konzept nach Monash University, 2022
  • Seit 2019 eigene Praxis, rund 500 Beratungen
  • Mitglied im Fachverband Deutscher Heilpraktiker
  • Fachbeiträge in der Naturheilpraxis Fachzeitschrift

Wenn du wissen willst, ob das zu dir passt

Buch dir ein kostenloses Erstgespräch. Zwanzig Minuten am Telefon, du schilderst deine Beschwerden, ich sage dir ehrlich, ob ich dir helfen kann oder ob du besser zuerst zur Ärztin gehst. Kein Verkaufsgespräch, keine Wartezeit über eine Woche.

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Was hier wo steht. Die ersten beiden Sätze sind die Geschichte, radikal gekürzt auf den einen Satz, den die Leserin selbst kennt. Danach kommen Person, Rolle, Ort und Zielgruppe in einem Satz. Der zweite Absatz beschreibt das Vorgehen und grenzt es von etwas ab. Der dritte ist persönlich, arbeitet aber: Er sagt etwas über die Arbeitsweise, nicht über Hobbys. Der Ausschlusssatz filtert und macht die Person greifbar. Dann die Belege als Liste, jede Zeile mit Jahr oder Prüfinstanz. Zum Schluss ein Schritt mit Ablauf, Dauer und der Zusage, wann sie ablehnt.

Zur Reihenfolge. Die vier Bestandteile stehen nicht in der Reihenfolge, in der ich sie oben aufgezählt habe. Das ist in Ordnung, solange Person und Fachgebiet im oberen Drittel klar werden. Was nicht in Ordnung wäre: die Geschichte über zehn Absätze zu ziehen, bevor irgendwo steht, worum es geht.

Zum Persönlichen. Der Kochabsatz ist der einzige private Teil, und er steht nicht da, weil eine Über-mich-Seite persönlich sein soll. Er steht da, weil er erklärt, wie diese Frau berät. Das ist die Grenze: Privates mit Funktion bleibt, Privates zur Auflockerung fliegt raus.

Was bewusst fehlt: kein Satz über Herzblut, keine Aussage darüber, wie es dir nach der Beratung gehen wird, keine zweite Handlungsaufforderung. Auch der Seitentitel nennt das Fachgebiet, nicht nur den Namen.

Das ist eine Kurzfassung von gut 230 Wörtern, also am unteren Rand dessen, was ich empfehle. Auf einer echten Seite kämen ein Foto dazu und je nach Angebot ein Absatz zum Ablauf. Nimm die Vorlage nicht als Schablone zum Ausfüllen, sondern als Beleg dafür, dass jeder Absatz eine Aufgabe braucht.


Startseite oder Über-mich-Seite?

Die beiden Seiten haben verschiedene Aufgaben. Die Startseite beantwortet: Bin ich hier richtig? Die Über-mich-Seite beantwortet: Kann diese Frau das, und will ich mit ihr arbeiten?

Deshalb steht das Angebot mit allen Details auf der Angebotsseite, und auf der Über-mich-Seite steht die Person dahinter. Ein Satz zum Angebot gehört trotzdem nach oben, sonst muss die Leserin raten.


Menschen und Suchsysteme brauchen verständliche Angaben

Menschen möchten auf deiner Über-mich-Seite verstehen, wer du bist und ob deine Arbeit zu ihrem Anliegen passt. Suchsysteme können öffentlich zugängliche Angaben ebenfalls verarbeiten. Daraus folgt jedoch keine feste Formel, nach der eine Person empfohlen wird.

Prüfe deine Seite deshalb mit 4 Fragen: Steht dein vollständiger Name darauf? Wird dein Schwerpunkt verständlich? Sind relevante Qualifikationen nachvollziehbar? Ist klar, wie ein Interessent Kontakt aufnehmen kann?

Diese Fragen sind eine praktische Hilfe beim Schreiben. Eine gute Antwort darauf verspricht dir weder eine bestimmte Platzierung noch einen Quellenlink in einer KI-Antwort. Für Googles KI-Funktionen gelten die bekannten SEO-Grundlagen. Eine pauschale Quote dafür, welche Positionen zitiert werden, hilft dir bei deinem eigenen Text wenig.

Was bei Gesundheitsberufen anders ist

Bei Inhalten, die die Gesundheit beeinflussen können, ist besondere fachliche Sorgfalt nötig. Google erläutert diese Einordnung in seinen Hinweisen zu hilfreichen Inhalten.

Qualifikationen nachvollziehbar benennen

Nenne die Ausbildungen und Erfahrungen, die für dein Angebot relevant sind. Schreib dazu, wo du einen Abschluss erworben hast und welche Tätigkeit oder Zuständigkeit damit verbunden ist. Eine Berufsbezeichnung allein erklärt das häufig noch nicht.

Werbeaussagen sorgfältig prüfen

Welche Aussagen zulässig sind, hängt von deinem Beruf, deiner Leistung und dem jeweiligen Land ab. Eine pauschale Freigabe für Aussagen über Wirkung oder Kundenergebnisse lässt sich daraus nicht ableiten. Auch Bewertungen und fremde Erfahrungsberichte sind keine Möglichkeit, eigene Werbeaussagen ungeprüft zu umgehen.

Beschreibe konkret, was du anbietest und wie eine Zusammenarbeit abläuft. Lass gesundheitsbezogene Wirkungs- und Behandlungsaussagen vor der Veröffentlichung fachlich und rechtlich prüfen. Für Deutschland untersagt § 3 HWG irreführende Werbung. Daraus folgt kein allgemeines Verbot jeder sachlichen Wirkungsangabe.

Die Grenzen deiner Tätigkeit erklären

Zeige, bei welchen Anliegen du zuständig bist und wo eine andere Fachperson gebraucht wird. Diese Einordnung hilft Interessenten, dein Angebot realistisch einzuschätzen.

Soll ich meine Geschichte erzählen oder besser Fakten nennen?

Beides, in dieser Reihenfolge: erst die Fakten, dann die Geschichte, die sie erklärt. Gerade Therapeutinnen und Coaches entscheiden sich hier oft für nur eins von beidem.

Die häufigere der beiden Fehlformen ist die reine Geschichte. Auf der Seite steht ein persönlicher Weg, oft ehrlich und gut geschrieben, und ganz zum Schluss ein kurzer Satz darüber, was die Frau tut. Diese Seiten lesen sich schön und lassen die Leserin ratlos zurück.

Bei einer Kundin habe ich genau das gesehen: eine ausführliche Geschichte über sich, dazu ganz knapp, was sie anbietet. Wir haben ihre fachliche Qualifikation ergänzt, ihr Wofür klar benannt und einen eindeutigen nächsten Schritt eingebaut. Danach kamen Buchungen über die Seite, die vorher nicht kamen.

Die zweite Fehlform ist die Ausbildungsliste. Heilpraktikerin, Ayurveda-Ernährungsberaterin, Yogalehrerin, Aromapraktikerin, dazu drei Weiterbildungen und ein Foto. Kein Satz darüber, was das für die Leserin bedeutet.

Der ersten Fassung fehlt der Beleg, der zweiten die Zuordnung. In beiden Fällen bleibt offen, wofür diese Frau zuständig ist.

Beide Teile haben eine eigene Aufgabe. Die Fakten belegen, dass du das Thema beherrschst. Die Geschichte erklärt, warum du gerade dieses Thema gewählt hast, und genau das ist bei Gesundheitsexpertinnen oft der Grund für die Entscheidung.

Was ich dabei nicht meine: mehr Privates. Der Weg zum Fachgebiet gehört auf die Seite, die Familiengeschichte nicht.


Ich habe fünf Ausbildungen, welche nenne ich?

Die, die zu deinem aktuellen Angebot gehört, steht vorn. Die übrigen stehen weiter unten.

Fachlich breit aufgestellte Gesundheitsexpertinnen behandeln ihre Abschlüsse gern gleichrangig, weil jeder einzelne Zeit, Geld und Prüfungsstress gekostet hat. Verständlich, funktioniert aber nicht: Fünf gleich starke Signale ergeben für die Leserin kein Bild, und für ein Suchsystem ergeben sie kein Fachgebiet.

Die Auswahl läuft über das Angebot, nicht über die Biografie. Frag dich: Welche Ausbildung brauche ich für das, was ich gerade verkaufe? Die kommt nach vorn, in die Überschrift und in den ersten Absatz.

Der Rest verschwindet nicht. Er steht als Block weiter unten und zeigt Breite, die deine Arbeit stützt. Eine Ernährungsberaterin mit Yoga-Ausbildung arbeitet anders als eine ohne, und das darf man lesen.

Die Reihenfolge ist damit keine Bewertung deiner Abschlüsse, sondern eine Antwort auf die Frage, wonach gerade jemand sucht. Ändert sich dein Angebot, ändert sich die Reihenfolge.

Wenn dir diese Auswahl schwerfällt, liegt das selten am Text. Dann ist die Frage darunter noch offen, nämlich wofür du stehen willst. Wie du dahin kommst, habe ich in meinem Artikel zur Positionierung beim Schritt in die Selbstständigkeit als Coach beschrieben.

Nimm dir zwanzig Minuten. Schreib deine Ausbildungen untereinander und streich alles, was für dein aktuelles Angebot nicht gebraucht wird. Was übrig bleibt, ist dein Fachgebiet auf der Seite.


Wie schreibe ich über mich, ohne dass es nach Werbung klingt?

Indem du Angaben machst statt Adjektive zu verteilen.

Die Hemmung, sich zu zeigen, kenne ich aus vielen Gesprächen mit Gesundheitsexpertinnen. Ich will mich nicht in den Vordergrund stellen ist einer der Sätze, die ich am häufigsten höre, wenn es um die eigene Website geht. Dahinter steckt die Sorge, aufdringlich oder unseriös zu wirken.

Nur: Eine Ausbildung zu nennen ist keine Selbstdarstellung, sondern eine Information, die die Leserin für ihre Entscheidung braucht. Werblich wird ein Text nicht durch Qualifikationen, sondern durch Bewertungen der eigenen Arbeit.

„Ausbildung zur Heilpraktikerin, seit 2019 eigene Praxis“ ist eine Angabe. „Einfühlsame Begleiterin mit dem besonderen Blick für den Menschen“ ist eine Bewertung, die du über dich selbst abgibst. Die erste Form ist überprüfbar, die zweite nicht.

Der Unterschied lässt sich an fast jedem Satz durchspielen. Wichtig dabei: Die linke Spalte ist nicht nur schwach formuliert. Die Zeilen zu Hormonhaushalt und Beschwerdefreiheit enthalten gesundheitsbezogene Wirkungsbehauptungen. Ob sie zulässig sind, hängt vom konkreten Angebot und ihrem fachlichen sowie rechtlichen Nachweis ab.

Vage Formulierung oder prüfbedürftige Zusage Konkretere Formulierung im Beispiel Warum
Mit viel Herzblut und Leidenschaft für Menschen Seit 2019 eigene Praxis, über 400 Einzelsitzungen Zeitraum und Umfang sind überprüfbar, Herzblut nicht
Ganzheitliche Begleitung auf deinem Weg Ernährungsberatung bei Reizdarm und Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten Benennt das Fachgebiet, nach dem tatsächlich gesucht wird
Ich bin zertifizierte Expertin für Frauengesundheit Heilpraktikerin, Weiterbildung Frauenheilkunde (Paracelsus Schule, 2021) Nennt Abschluss, Anbieter und Jahr statt einer Selbstzuschreibung
Meine Methode bringt deinen Hormonhaushalt zurück ins Gleichgewicht Ich arbeite mit Ernährungsanpassung, Schlafroutinen und Zyklusbeobachtung Beschreibt das Vorgehen statt eine Wirkung zu behaupten
Nach unserer Zusammenarbeit bist du endlich beschwerdefrei Im Erstgespräch klären wir dein Anliegen und die Möglichkeiten meiner Begleitung Beschreibt einen tatsächlichen Arbeitsschritt ohne einen bestimmten Heilerfolg zuzusagen
Ich begleite Frauen in allen Lebensphasen Ich arbeite mit Frauen zwischen 40 und 55 in den Wechseljahren Eine Zielgruppe, die sich wiedererkennt
Über mich Über mich: Ernährungsberatung bei Reizdarm Der Seitentitel benennt das Fachgebiet
Melde dich gern jederzeit bei mir Buche ein kostenloses Erstgespräch, 20 Minuten Eine Handlung mit klarem Umfang

Die rechte Spalte ist nicht bescheidener als die linke. Sie ist überprüfbar, und genau das macht sie stärker.

Für gesundheitsbezogene Aussagen kommt eine fachliche und rechtliche Prüfung hinzu. Beschreibe deine Leistungen und ihre Grenzen präzise. Die Formulierung als Kundenbewertung ersetzt diese Prüfung nicht.


Die häufigsten Fehler auf Über-mich-Seiten

  • Kein Foto oder ein schlechtes. Ein Gesicht gehört auf die Seite, weil bei Coaches, Therapeuten und Gesundheitsexperten der persönliche Eindruck mitentscheidet. Ein Symbolbild aus einer Bilddatenbank erfüllt diese Aufgabe nicht, weil es keine Person zeigt, der man begegnen kann.
  • Zu lang. Wer drei Bildschirmseiten Lebenslauf liefert, verliert die Leserin vor dem interessanten Teil. Die Entscheidung fällt im oberen Drittel, alles darunter ist Absicherung.
  • Kein nächster Schritt. Die Seite baut Vertrauen auf und lässt die Besucherin dann allein. Ein Satz mit einer einzigen Handlung reicht, drei Angebote nebeneinander sind einer zu viel.
  • Veraltet. Eine Über-mich-Seite von 2021 beschreibt oft ein Angebot, das es nicht mehr gibt, manchmal auch eine Zielgruppe, mit der du gar nicht mehr arbeitest. Einmal im Jahr prüfen reicht.
  • Und der Fehler, der am seltensten auffällt: Die Über-mich-Seite verspricht etwas anderes als die Angebotsseite. Das passiert immer dann, wenn beide zu verschiedenen Zeiten entstanden sind, und es kostet Vertrauen genau in dem Moment, in dem jemand kurz vor der Anfrage steht.

Was du jetzt tun kannst

Eine gute Über-mich-Seite entsteht nicht in einer Stunde, und sie wird auch nicht in einem Durchgang fertig. Sie hängt an deiner Positionierung, und wenn die noch wackelt, wackelt der Text mit. Wie du beides in KI-Suchen zusammenbringst, steht in meinem Artikel zur KI-Sichtbarkeit für Gesundheitscoaches.

Der erste Schritt ist trotzdem klein: Geh deine Seite durch und prüfe, ob die vier Bestandteile aus dem ersten Abschnitt darauf stehen. Person und Angebot, Fachgebiet, Belege, nächster Schritt. Was fehlt, schreibst du dazu, in dieser Reihenfolge.

Wenn du sehen willst, wie das bei mir aussieht: Meine eigene Über-mich-Seite ist nach denselben vier Bestandteilen gebaut.

Erkennt man auf deiner Website, wofür du die richtige Expertin bist?

Vielleicht hast du deine Geschichte bereits wunderbar aufgeschrieben. Aber verstehen deine Besucherinnen auch, für wen du da bist, wobei du helfen kannst und warum sie gerade zu dir kommen sollten?

Mit meinem kostenlosen Positionierungs-Guide kannst du prüfen, wie klar dein fachliches Profil bereits ist und wo du noch nachschärfen kannst.

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Häufige Fragen zur Über-mich-Seite

Was gehört auf eine Über-mich-Seite?

Dein Name, dein fachlicher Schwerpunkt, passende Qualifikationen und eine verständliche Kontaktmöglichkeit. Die Seite sollte erklären, für welche Anliegen du zuständig bist und wie du arbeitest.

Wie persönlich darf die Seite sein?

Eine persönliche Geschichte kann erklären, warum du diese Arbeit machst. Wähle die Teile aus, die einem Interessenten helfen, dich und deine Arbeitsweise einzuschätzen.

Hilft die Seite bei der Auffindbarkeit?

Ein klarer, fachlich nachvollziehbarer Auftritt ist eine sinnvolle Grundlage. Eine bestimmte Platzierung oder die Nennung in einer KI-Antwort lässt sich damit nicht garantieren.

Welche Gesundheitsversprechen darf ich verwenden?

Lass Aussagen zu Wirkung, Behandlung oder bestimmten Ergebnissen im jeweiligen beruflichen und rechtlichen Kontext prüfen. Auch Kundenbewertungen brauchen eine passende Einordnung und die nötigen Freigaben.

Über die Autorin

Anne Jansson, Business-Mentorin für Gesundheitsexperten

Anne Jansson ist Business-Mentorin für Coaches, Therapeutinnen und Berater in der Gesundheitsbranche im DACH-Raum. Ihr Hintergrund: Wirtschaftsmathematikerin, Hochschuldozentin, ehemalige Konzern-Innovationsmanagerin mit 41 Patenten und Ayurveda-Expertin. Seit ihrem Wechsel in die Selbstständigkeit hat sie über 1.800 Gesundheitsexperten auf dem Weg in ein planbares, gesundes Business begleitet. Ihre Fachartikel erscheinen unter anderem in der Naturheilpraxis Fachzeitschrift, im Ayurveda Journal und bei Psylife.

Mehr über Anne Jansson · LinkedIn · Instagram · Podcast


Quellen

  1. ALM Corp (2026): Auswertung zur Überschneidung zwischen AI-Overview-Quellen und organischen Top-10-Ergebnissen, wiedergegeben bei Sage Media, „AI Overviews optimieren: Ranking-Faktoren und Zitierung“, April 2026. https://www.sagemedia.de/ai-overviews-optimieren/
  2. Google Search Central: Search Essentials. https://developers.google.com/search/docs/essentials
  3. Google Search Central: Creating helpful, reliable, people-first content. https://developers.google.com/search/docs/fundamentals/creating-helpful-content
  4. Google Search Central: Article structured data, Abschnitt zu Autoren-Auszeichnung. https://developers.google.com/search/docs/appearance/structured-data/article
  5. Nielsen Norman Group: About Us Pages, 85 Design Guidelines (Forschungsbericht). https://www.nngroup.com/reports/free/
  6. taismo (2026): YMYL — Was „Your Money or Your Life“ für SEO bedeutet, Aufbereitung der Google Search Quality Rater Guidelines. https://taismo.de/was-ist/ymyl/
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